2017 wurden die Erfahrungen aus 10 Jahren „KinderMedienFest“ in einem didaktisch aufbereiteten, mobilen Konzept für Schulen, Hort und Freizeiteinrichtungen mit der Unterstützung von einer Vielzahl an studentischen Hilfskräften (TeamerInnen) umgesetzt. Insgesamt wurden 14 verschiedene Medienstationen für den Medienkompetenzerwerb innerhalb der Projekttage an diversen Einrichtungen angeboten und eine große Anzahl an Kindern und deren pädagogischen Begleitern erreicht.
Die Veranstaltungen vom „KMF on Tour“ wurden Schulen, Horten und Freizeiteinrichtungen im Vorfeld mit Hilfe der Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Anschreiben, Email, Telefon, Facebook) angeboten. So unterstützte das „KMF on Tour“ die schulische Medienbildung im Vormittagsbereich angeboten. Die kostenfreien Angebote regten dabei Schüler, Eltern und Pädagogen zur aktiven, kreativen Medienarbeit an.
Beim KinderMedienFest on Tour nahmen größtenteils Kinder der 1.- 4.Klassen teil. Die Medienstationen wurden daher im Vorfeld für den Entwicklungsstand von Grundschulkindern konzipiert und im Laufe des Projektzeitraums reflektiert, ausgewertet und angepasst.
Es fanden im Förderungszeitraum insgesamt acht Veranstaltungen an folgenden Orten statt:
Stadtbibliothek Merseburg zum Safer Internet Day 2017 (30 SchülerInnen)
Grundschule am Geiseltaltor, Merseburg (87 SchülerInnen)
Jugendcamp Zappendorf (25 SchülerInnen)
Jugendzentraum „Mampfe“, Merseburg (1 2 0 Schüle rInnen)
Hort Leuna (40 SchülerInnen)
Hort Querfurt (25 SchülerInnen)
Grundschule Tollwitz (88 SchülerInnen)
Grundschule Kötzschau (80 SchülerInnen)
Obwohl wir das KMF on Tour an Grundschulen (Grundschule Kötzschau,), ganzen Jahrgangsstufen (GS am Geiseltaltor, GS Tollwitz) oder als außerschulische Großveranstaltung (Jugendzentrum „Am Saalehang“) durchführten konnte die geplante Teilnehmerzahl nicht erreicht werden. Auch waren mehr TeilnehmerInnen. Auch waren mehr TeilnehmerInnen für die Veranstaltungen angemeldet, als dann tatsächlich teilnahmen (besonders in Freizeitbereich/Hort).
Von den geplanten 10 Aktionen konnten wie oben aufgelistet leider nur 8 verschiedene realisiert werden. Das KMF on Tour stieß bei allen angesprochenen Schulen und Einrichtungen auf großes Interesse und das Feedback der LehrerInnen nach einer durchgeführten Veranstaltung war durchweg positiv. Leider konnte jedoch nicht jede Schule unsere Anfrage im Schuljahr realisieren. Schuljahresplanung und Raumlogistik für die vielen Medienstationen waren dabei zum Teil das Hindernis.
Ein weiterer für den Antrag nicht ganz planbarer Sachgegenstand war der zeitliche und organisatorische Aufwand für die Durchführung der Veranstaltungen. Die Absprachen mit den LehrerInnen sowie das Coaching und die Planung der Stationen mit der Vielzahl an wechselnden studentischen Hilfskräften (Teamern) konnte im Antrag nicht vollständig geplant werden und zeigte sich dabei erst in den Vorbereitungen zu den Veranstaltungen. Aus diesen Erfahrungen können wir nun für weitere Großprojekte wichtige Erkenntnisse ableiten und sehen daher das KinderMedienFest on Tour dennoch als erfolgreich an.
Die Medienstationen wurden im Laufe des Jahres durch Auswertungsgespräche und Berichte der Durchführenden pädagogisch hinterfragt, aktualisiert und konzeptionell aufbereitet und werden allen interessierten Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung gestellt. Zudem haben LehrerInnen und Lehrer nun auch die Möglichkeit, die Medienstationen zum eigenen Durchführen für die Einrichtung auszuleihen und zuvor ein individuelles Coaching zur Umsetzung zu erhalten.
Inhaltlich wurden die Stationen in Absprache mit den Lehrkräften vorbereitet (z.B. Thema „Umwelt“ an der GS am Geiseltaltor oder „Internetsicherheit/ Medien“ vorbereitet (z.B. Thema „Umwelt“ an der GS am Geiseltaltor oder „Internetsicherheit/ Medien“ beim Safer Internet Day 2017,…).
Zu Beginn jeder Veranstaltung gab es für alle eine Einstimmung in den Tag und das Thema in Form von Rätseln, kleinen Erzählrunden und Vorstellungen der Stationen. Die Aufteilung der SchülerInnen zu den Stationen erfolgte meist durch vorbereitete Listen, in die sich die Schüler am Vortag eintragen konnten. Ein OK-Mitarbeiter hat bei den Veranstaltungen die Pädagogen durch die Stationen geführt, um ihnen die Anwendungsmöglichkeiten nahe zu bringen und die Scheu vor die Stationen zu nehmen. Die SchülerInnen konnten je nach vorab abgestimmter Konzeption eine bis maximal drei Stationen besuchen und erhielten im Anschluss eine Konzeption eine Teilnehmerurkunde, um zu Hause von Projekt zu berichten und bestenfalls gleich neue Ideen für Medienprojekte zu entwickeln. Durch die inhaltlich frei gestaltbaren Stationen sind diese an vielen weitere Schulen und/ oder sozialen Einrichtungen immer wieder neu anwendbar. Das KMF on Tour ist somit ein nachhaltiges medienpädagogisches Projekt.

































